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Zeitgenössisch Rekonstruiert

Kasteel de Keverberg öffnet seine Türen


Am Samstag, den 26. September, findet die offizielle Eröffnung der Burg „Kasteel de Keverberg“ im nord-limburgischen Kessel statt. Fast 71 Jahre nach der Zerstörung im November 1944 ist das Gebäude wieder nutzbar. Das Design der Rekonstruktion kennzeichnet sich durch einen Mix aus Alt und Neu. Denn an der Ruine selbst wurde nichts verändert, alles was hinzugefügt wurde, besteht aus zeitgenössischen Materialien. Von nun an dient die Burg als Denkmal mit Ausstellungen und Führungen sowie als Veranstaltungsort für Hochzeiten, Tagungen und Seminare. Neben der Besonderheit des Gebäudes an sich, ist vor allem auch die Rekonstruktion selbst ein besonderes Projekt. Mehr als sechzig Freiwillige haben rund 25.000 Stunden zusammen gearbeitet, um den Wiederaufbau zu ermöglichen.


 

Geschichte des Gebäudes

Die Geschichte des Kasteel de Keverberg beginnt im 10. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde an diesem Ort ein 15 Meter hoher quadratischer Steinturm auf einem Fundament aus Urgestein und Kopfsteinpflaster gebaut. Von diesem Turm aus sollte die Maut für den Schiffsverkehr und den Verkehr von Köln über Kessel nach Brabant und umgekehrt erhoben werden. Von diesem ursprünglichen Turm wurden bei der Rekonstruktion Teile gefunden und dann freigelegt worden. Dies können Sie mit eigenen Augen bei einem Rundgang durch das Kasteel de Keverberg begutachten.

Später wurde der quadratische Turm teilweise beschädigt und wieder weiter erhöht, wodurch ein neun Meter hohes Plateau entstand. Auf dem Hügel, von dem aus Sie einen einzigartigen Ausblick auf die Maas haben, wurde im 12. Jahrhundert eine Ringmauer aus Pflastersteinen gebaut. Innerhalb dieser Mauern ist im 13. Jahrhundert eine Halle zusammen mit einem Hafentor errichtet worden. Dann wurde das Gebäude im 14. Jahrhundert durch einen quadratischen Wohnturm ergänzt und im 15. Jahrhundert durch den Maasturm. Nach und nach entstand eine Art Burg, die Kessels Skyline bis zum 17. November 1944 kennzeichnete.

Am Ende des 2. Weltkrieges wurde die Burg in Brand gesetzt. Die Innenwände wurden zerstört und vom Innenraum war nichts mehr übrig. Die damaligen Bewohnerinnen, die Schwestern der Göttlichen Vorsehung, sahen keine Chance, die Burg wiederaufzubauen und so wurde es eine Ruine. Die Ruine bestand aus der Ringmauer mit Nischen und Zinnen, einem Abschnitt der Brüstung, einigen Wänden der großen Halle, dem Maasturm und dem Donjon (Wohnturm). Im Jahr 1953 kaufte die damalige Gemeinde Kessel die Überreste. Dann wurde die Ruine unter der Leitung von Professor Renaud befestigt, es wurden Maßnahmen ergriffen, sodass Wind und Regen der Burg so wenig wie möglich anhaben konnten. Auch schon Professor Renaud rekonstruierte den Aufbau so viel wie möglich.

 

Eröffnungsprogramm

Die rekonstruierte Burg wird am Samstag, den 26. September, festlich mit einem Konzert durch die „Guidos‘ Orchesterband“ eröffnet. Karten hierfür können Sie auf der Webseite bestellen. Am Sonntag, den 27. September, gibt es einen Tag der offenen Tür und somit die Möglichkeit die neue Burg und neuen Burggarten kennenzulernen. Da die wieder aufgebaute Burg natürliche eine Kapazitätsgrenze hat, gibt es eine begrenzte Anzahl von Personen pro Zeitfenster, die die Burg besuchen können.

Wie auch immer, es lohnt sich in jedem Fall allein schon den Burggarten an diesem Tag zu besuchen. Denn es gibt, zum Beispiel, Auftritte von „PLAT en Khick“, einer Theatergruppe, es laufen Märchenerzähler rum und es ist möglich Kasteel de Keverberg vom Wasser aus zu begutachten.

 

 

www.kasteeldekeverberg.nl/de/