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Die Erdbeere – Klein, aber oho!

Foto: Erdbeere mit Gänseblümchen©Pixelio

Laut Statistik verzehrt jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt drei Kilo Erdbeeren. Im Vergleich: bei Kirschen liegt der Verbrauch gerade mal bei der Hälfte. Allein in Nordrhein-Westfalen werden pro Jahr über 25.000 Tonnen Erdbeeren angebaut. Hauptanbaugebiete sind vor allem das Rheinland und wie könnte es anders sein, der Niederrhein.

Schon seit Jahrtausenden gehören die süßen Beeren zu den kleinen Genüssen die der Wald zu bieten hat. Wilde Erdbeeren waren bereits im 2. Jahrtausend v. Ch. im spätbronzezeitlichen Griechenland und auch in römischer Zeit bekannt und sehr beliebt.  Die, im Vergleich zu den winzigen, aber geschmacksintensiveren Walderdbeeren, geradezu monumentalen Exemplare, die wir heute während der warmen Jahreszeit genießen und die auf keinem Obstteller fehlen dürfen, sind aus der Kreuzung zweier Walderdbeerarten in Frankreich und Holland im 18. Jhd., sowie durch viele weitere Kreuzungen zwischen der amerikanischen Scharlach-Erdbeere und der Chile-Erdbeere entstanden.

Die Erdbeere, ein Rosengewächs

Die Erdbeere gehört im Übrigen zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse und wird heute praktisch überall auf der Welt angebaut. Es gibt über 600 unterschiedliche Sorten, darunter auch welche, die mehrmals im Jahr Früchte tragen. Was wir als süße, rote Frucht lieben, ist allerdings  nur eine Scheinfrucht, denn die echten „Früchte“ sind die kleinen gelblichen Punkte auf den Beeren.

Super lecker, super gesund

Die knallrote Frucht ist nicht nur eine Augenweide und schmeckt gut, sie ist auch noch sehr gesund. Erdbeeren sind hervorragende Vitamin C-Lieferanten und reich an dem „Herzmineral“ Kalium, das wichtig für Nerven und Muskeln ist. Sie sind harntreibend und wirken auf Grund ihres Reichtums an Mineralstoffen harmonisierend  auf den Mineralhaushalt. So wunderbar wie sie schmecken, so einfach ist die Handhabe der roten Früchte und so vielfältig ist auch deren Einsatz. Allerdings sollte man die Beeren möglichst schnell genießen - sie werden sehr schnell schlecht.

TIPPS & TRICKS

  • Die grünen Stiele der Früchtchen nicht vor dem Waschen entfernen! Ansonsten verlieren die Erdbeeren an Fruchtsaft und auch ihr Vitamingehalt wird beeinträchtigt.
  • Schon beim Einkaufen lohnt sich ein Geruchstest: Je intensiver der typische Erdbeergeruch umso reifer und damit süßer sind die Erdbeeren. Auch sollten die Erdbeeren schon schön rot sein. Im Gegensatz zu bspw. Bananen reifen Erdbeeren nicht nach.
  • Ist mal eine Erdbeere im Körbchen schimmelig, dann muss man nicht gleich das ganze Körbchen entsorgen. Es reicht, wenn man die unmittelbar umliegenden Erdbeeren entsorgt und die restlichen Früchte gründlichen abwäscht.
  • Damit die Erdbeeren sich etwas länger halten und ggf. Bakterien abgetötet werden, empfiehlt sich ein Bad in einem Gemisch aus 2/3 Wasser und 1/3 Essig.
  • Wer Erdbeeren im Kühlschrank lagern möchte, sollte diese bestenfalls im Obst/Gemüsefach einzelnd nebeneinander legen. 
  • Erdbeeren kann man auch gut einfrieren und nach Bedarf dann einzelnd entnehmen. Damit das gelingt und man am Ende nicht einen einzigen großen Klumpen hat, sollte man die Erdbeeren nebeneinander auf ein Brett o. ä. legen und im Gefrierfach kurz vorfrosten. So vorgefroren kann man sie dann gut alle zusammen in einen Gefrierbeutel packen und einfrieren.

 

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Wie wäre es mit …