TextilTechnikum – Zeitreise durch die Textilgeschichte

Ausstellungen,

200 Maschinen und Webstühle laden im Monforts Quartier an der Schwalmstraße zu einer Zeitreise durch die Textilgeschichte ein 

 

Im Monforts Quartier hat das ehemalige Textilmaschinendepot eine neue Heimat gefunden.

Das TextilTechnikum lädt zu einer einzigartigen Zeitreise ein: Vom Handwebstuhl aus vorindustrieller Zeit bis zum modernen Luftdüsenwebstuhl wird die Textilgeschichte, die Mönchengladbach viele Jahre geprägt hat, wieder lebendig. Der Besucher kann nachvollziehen, wie ursprünglich Flachs in der Heimweberei zu Leinen verarbeitet wurde und erlebt, wie die Industrialisierung Einzug erhielt und die Produktion mechanisiert wurde. Da, wo einst Textilmaschinen in Serie angefertigt wurden, können die Besucher ab sofort auf Entdeckungsreise gehen. Das TextilTechnikum dürfte mit den rund 200 Maschinen und Webstühlen in dieser Form einzigartig sein. Die textile Tradition der Stadt spiegelt sich in dieser umfangreichen Ausstellung wider. Anders als im früheren Textilmaschinendepot in Eicken sind hier die verschiedenen Maschinen und das Lager mit seinen unzähligen Ersatzteilen räumlich voneinander getrennt.

Der Besucherblick wird automatisch auf die historischen Schmuckstücke gelenkt und ermöglicht eine Zeitreise der besonderen Art. Zu den Raritäten zählt unter anderem eine Webmaschine von Robert Hall aus dem Jahr 1910. Echten Sammlerwert haben inzwischen auch die Schützenwebmaschine und Greiferwebmaschine von Dornier, die in den 1970er Jahren gebaut wurden und auch in Mönchengladbach zum Einsatz kamen. Die Ausstellung ist aufgeteilt in die Bereiche Weben, Spinnen, Schären und Färben. Ein Hingucker sind zweifelsohne auch die rund 4.000 Farbfläschen, eine Sammlung der Hochschule Niederrhein, mit denen die Textilien damals gefärbt worden sind.

Auf Monitoren wird es Filmeinspielungen zu den jeweiligen Maschinentypen geben. Darüber hinaus bekommen die Besucher ein nummeriertes Booklet in die Hand, indem jede Maschine leicht verständlich erklärt wird Der gelernte Webmeister Karl-Heinz Engeln, der gemeinsam mit Maschinenbaumeister Klaus Meister und weiteren Helfern das TextilTechnikums in der rund 2.000 Quadratmeter großen Halle eingerichtet hat und jede Maschine in- und auswendig kennt, ist begeistert: „Für mich geht mit der Eröffnung des TextilTechnikums ein Traum in Erfüllung." Die im Monforts Quartier ausgestellten Maschinen sind funktionsfähig und werden einen guten Eindruck vom Arbeitsalltag früherer Tage ermöglichen. Die zahlreichen Maschinen wurden in vielen Jahren mit intensiver Unterstützung der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach gereinigt und restauriert.

Mit Maschinen werden Textilien hergestellt. Und aus Textilien wird Mode. Das TextilTechnikums ist zentrale Anlaufstelle für viele Kooperationspartner, die die textile Tradition der Stadt wieder aufleben lassen. Neben zahlreichen Textilbetrieben vor Ort engagiert sich auch die Hochschule Niederrhein sehr stark. Der international renommierte Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik verknüpft hier historische Entwicklungen mit den Anforderungen des modernen Forschungs- und Ausbildungsbetriebs. Eine zentrale Eventfläche öffnet das TextilTechnikum zudem für Veranstaltungen und ermöglicht den unterschiedlichsten Interessentengruppen den Zugang zu Mönchengladbachs textiler Vergangenheit und Gegenwart.

Das TextilTechnikum ist montags bis freitags von 11-15 Uhr (außer an Feiertagen) sowie jeden dritten Sonntag von 13-17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. 

Offener Sonntag im TextilTechnikum von 13-17 Uhr
Ab 14 Uhr kostenlose technische und historische Führung für Erwachsene mit dem technischen Leiter Holger Hellwig und Sabine Westerwelle. Inhalt ist u.a. ein Überblick über die Geschichte der Textilindustrie und -herstellung. Dauer in der Regel 60 Minuten.

www.textiltechnikum.de

Eintrittspreise:
Eintritt: € 5,00
Ermäßigt € 2,50

Termine

  • 02.01.2024 - 31.12.2024

Veranstaltungsort

TextilTechnikum im Monforts Quartier
Schwalmstraße 301
41238 Mönchengladbach
02161/3038718

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