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7. Dezember: Der Tag des Honigs

Der Heilige Ambrosius ist der Schutzpatron der Imker, sein Gedenktag der 7. Dezember.

Der »Tag des Honigs« wird international am 7. Dezember, dem Gedenktag des Heiligen Ambrosius, gefeiert. Er ist unter anderem Schutzpatron der Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker sowie Schutzpatron von Mailand und Bologna; der Krämer, der Bienen und Haustiere, des Lernens und des Erzbistums Mailand. Aber vor allem ist er der älteste der vier großen lateinischen Kirchenväter, die mit ihren Veröffentlichungen die kirchliche Lehre begründet haben.

Ambrosius wurde 334 in Trier geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters zog die Familie nach Rom, wo er zunächst juristisch ausgebildet wurde. Besonders zeichnete er sich durch große Gelehrsamkeit, schriftstellerische Begabung und Rhetorik aus und machte schon bald Karriere als Politiker. Von Kaiser Valentinian wurde er 370 zum Statthalter für Ligurien und die Emilia in Oberitalien mit Sitz in Mailand ernannt. Das Volk liebte und achtete ihn, weil er Milde und Gerechtigkeit walten ließ. Bei der Wahl des Nachfolgers für den verstorbenen Bischof Auxentius, der Anhänger des Arianismus gewesen war, kam es zu heftigen Streitigkeiten zwischen der orthodoxen und der arianischen Bevölkerung; als Führer der Verwaltung war auch Ambrosius als Beobachter der Wahl zugegen und wurde aufgrund seiner Beliebtheit überraschend als Kandidat vorgeschlagen. Dabei war er noch gar nicht getauft. Dennoch wurde er von beiden Parteien akzeptiert und erhielt sofort die Taufe. Eine Woche später, am 7. Dezember 374, wurde er zum Bischof geweiht. Seinen Besitz verkaufte er und schenkte ihn den Armen. 

Was ihn zum Schutzpatron der Imker gemacht hat, erzählt eine Legende: Der kleine Ambrosius – gerade mal wenige Wochen alt – schlummerte in seiner Wiege, als sich plötzlich ein Schwarm Bienen auf seinem Gesicht niederließ. Die Tiere drangen in seinen Mund ein, als sei er ihr Bienenstock. Doch sie taten dem Kleinen nichts zu Leide, sondern träufelten ihm sanft Honig ein und flogen weiter. Die Eltern von Ambrosius hatten das Geschehen mit Entsetzen beobachtet. Dass ihr kleiner Junge unverletzt blieb, wurde als Zeichen seiner Bestimmung zur Heiligkeit und als Sinnbild für seine »honigsüße« Sprache gedeutet. Ambrosius – übersetzt »der Unsterbliche«, abgeleitet von der Götterspeise Ambrosia aus der griechischen Mythologie - war nicht nur ein hervorragender theologischer Schriftsteller, sondern darüber hinaus ein charismatischer Prediger.