Das Magazin für Kultur und Lebensart am Niederrhein

No perfectionist art

No perfectionist art © Sascha Düffels

Sascha Düffels ist Grafitti-Künstler. Seit seinem sechsten Lebensjahr zeichnet oder malt er alles was er erlebt, was er denkt und was er fühlt. Am 12. März ist nun sein erstes Buch im Gocher Pagina-Verlag erschienen. Es trägt den Titel „No perfectionist art“. Das Werk ist eine Art Sammlung aus Kurzgeschichten. Das Besondere: jede einzelne besteht aus einem Gemälde und einem dazugehörigen Text und erst die Verbindung von Text und Bild formuliert die vom Künstler beabsichtigte Botschaft. „Das Buch ist eigentlich ein Tagebuch“, so Düffels, der in Kevelaer geboren wurde und in Goch aufgewachsen ist.

„No perfectionist art“

von Sascha Düffels ist im Pagina-Verlag erschienen.
ISBN 978-3-946509-27-1, € 19,95

Bezugquellen

Weitere Infos

www.noperfectionistart.de

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1990 war das Jahr, in dem Sascha Düffels zum ersten mal mit der Subkultur des „Hip Hop“ in Kontakt und zu der Überzeugung kam, dass die Rezeption der Musik nicht ausreichend für ihn ist, sondern er sich durch die Kunst des Graffiti, die unmittelbar mit der Musik verbunden ist, ausdrücken wollte. Der durch jeden Künstler transportierte Ausdruck und die Aussage an die Welt inspirierten ihn. Die mit Musik verknüpften Schilderungen waren seine Lieblingsbücher dieser Zeit und bewegten ihn dazu seine eigenen Geschichten in Bilder zu verwandeln. So kreierte er 1993 sein erstes Graffiti und malte 1998 so geschickt am Gesetz vorbei, dass seine Tätigkeiten ihn schließlich zu einer Auftragsarbeit für den Staat führten.

Er verfolgte weiterhin seine Liebe zum Hip Hop, indem er auf verschiedenen Veranstaltungen versuchte Gleichgesinnte zu finden und seine Kunst an verschiedenen nationalen und internationalen Orten zu verbreiten.

Trotz kommerzieller Erfolge blieb er dabei konsequent dem Grundsatz treu, dass Graffiti eine Kultur des Untergrunds ist und malte gegen das Establishment an. Den Begriff des „freischaffenden Künstlers“ verstand er dabei als „frei schaffend“, da er sich bewusst nicht durch Strömungen des Mainstreams mitreißen ließ, auf Ausstellungen verzichtete und Aufmerksamkeit für seine Kunst nur bei den Personen anvisierte, wo er sie auch geweckt haben wollte.