Silvester: Brauchtum, Hoffnung, Aberglaube

Wie Heilig Abend zählt auch Silvester zu den „heiligen Nächten“ und ist geprägt von zahlreichen Bräuchen und Aberglaube:

  • Benannt ist der Tag nach Papst Silvester I., der am 31.12.335 starb. Ihm hing der Ruf an, dass Ungläubige in seiner Gegenwart an Fischgräten erstickten. Fisch sollte daher an Silvester mit Vorsicht genossen werden.
  • Auch Wäsche sollte nun nicht gewaschen werden, da Wotan, der Toten- und Sturmgott, mit seinem Teufelsheer am Silvesterabend sein Unwesen treibt und er sehr verstimmt wäre, wenn seine Schergen sich in den Wäscheleinen verheddern würde. Also lieber keine Wäsche waschen und die Götter nicht verärgern, sodass das Glück auch im neuen Jahr seinen Platz findet.
  •  Dämonen, Pech und böse Geister werden seit jeher in der Silvesternacht mit Krach und Knallgeräuschen verscheucht. In früherer Zeit wurden beispielsweise Schellen oder auch Peitschen verwendet, um die lauten Geräusche zu erzeugen. Seit vielen Jahrzehnten haben wir diese gegen Feuerwerk getauscht. Vielleicht stellen wir uns ja in diesem Jahr mal mit Töpfen, Deckeln und Pfannen auf Balkon, Straße oder Terrasse und machen mächtig Lärm? Das wäre doch was: Auf das 2021 besser wird!
  • „Prosit Neujahr“ oder „Guten Rutsch“ sind nicht einfach bedeutungslos daher gesagt, sie haben jeweils interessante Hintergründe. Prosit kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie „Lass es gelingen“ und auch mit dem „Guten Rutsch“ ist nicht der Rutsch ins neue Jahr gemeint, weil es draußen vielleicht winterlich glatt ist. Abgeleitet von dem jiddischen Wort „Rosch“, was „Anfang“ bedeutet, ist mit „Gut Rosch“ vielmehr ein guter Übergang ins neue Jahr sowie ein guter Anfang und gutes Gelingen für geplante Vorhaben gemeint.

In diesem Sinne: Kommt gut rein ins Neue Jahr und bleibt gesund!

Die Ausgabe 02/2020 ist da!