Die Freiheit so weit

von Theresa Kern

Der erste Band „Der Unendlichkeit so nah" hörte an einer Stelle auf, die viele Fragen offenließ und entsprechend groß war die Neugier darauf, wie Theresa Kern die Geschichte von Emma und Elias weiterführen würde.

Zum Glück setzt „Die Freiheit so weit”  genau dort an, wo der erste Teil endete. Nach einem schweren Autounfall auf Hawaii liegt Elias im Koma. Für Emma beginnt eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen und zwischen Entscheidungen, die ihr ganzes Leben verändern könnten. Denn während sie um Elias kämpft, trägt sie zugleich eine Verantwortung, die alles noch komplizierter macht: Sie ist schwanger.

Zu allem Überfluss taucht auch ihr Ex-Freund Michael wieder auf und versucht, einen Platz in ihrem Leben zurückzuerobern. Emma steht damit vor Fragen, die größer sind als jede romantische Entscheidung: Was bedeutet Liebe wirklich? Was bedeutet Verantwortung? Und wie findet man seinen eigenen Weg, wenn das Leben plötzlich eine völlig andere Richtung einschlägt?

Theresa Kern erzählt diese Geschichte mit viel Gefühl für ihre Figuren. Emma wirkt dabei nie wie eine klassische Romanheldin, sondern wie ein Mensch, der mit Zweifeln, Angst und Hoffnung zugleich lebt. Gerade das macht ihre Entscheidungen so nachvollziehbar.

Parallel dazu führt der Roman auch die historischen Erzählstränge weiter, die bereits im ersten Band eine wichtige Rolle gespielt haben. Geschichten früherer Generationen verbinden sich nach und nach mit der Gegenwart und zeigen, wie sehr das Leben von Entscheidungen geprägt wird – manchmal von eigenen, manchmal von denen der Menschen vor uns.

Was mir an diesem zweiten Band besonders gefallen hat, ist die Mischung aus emotionaler Nähe und erzählerischer Ruhe. Theresa Kern nimmt sich Zeit für ihre Figuren, für ihre Gedanken und für die Beziehungen zwischen ihnen. Die Geschichte entwickelt sich nicht über dramatische Effekte, sondern über Gefühle, Erinnerungen und die Frage, wie viel Mut es braucht, das eigene Leben wirklich in die Hand zu nehmen.

Und genau darin liegt für mich auch die Stärke dieses Romans: Er erzählt von Liebe, Verlust, Verantwortung und Hoffnung – ohne Pathos, aber mit viel Menschlichkeit.

Mein Fazit:
„Die Freiheit so weit” ist eine berührende Fortsetzung, die die Geschichte von Emma und Elias konsequent weiterführt und gleichzeitig den Blick auf die größeren Zusammenhänge einer Familiengeschichte richtet.Wer den ersten Band gelesen hat, wird sich schnell wieder in der Geschichte wiederfinden und wahrscheinlich genauso gespannt Seite für Seite verfolgen, wie sich die Schicksale der Figuren weiter entfalten.

Eine emotionale Geschichte über Entscheidungen, über Zusammenhalt und darüber, wie weit der Weg zur eigenen Freiheit manchmal sein kann. (SoRa)

Über die Autorin

Theresa Kern ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die vor allem gefühlvolle und spannungsreiche Familiensagas schreibt. Besonders am Herzen liegen ihr geschichtliche Themen, die in Vergessenheit geraten sind. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften lebte und arbeitete sie jahrelang im Ausland, bevor sie zurück nach Deutschland ging und sich ganz dem Schreiben widmete. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Süddeutschland.

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