»Kunst und Kultur für die Öffentlichkeit bereit halten!« ist das Credo von Museumsdirektorin Uta Husmeier Schirlitz

Dr. Ute Husmeier-Schirlitz, der Direktorin vom Clemens Sels Museum Neuss | Foto: Michael P. Romstöck

Für Ute Husmeier-Schirlitz, der Direktorin vom Clemens Sels Museum Neuss, ist nur eines wichtig: »Kunst und Kultur für die Öffentlichkeit bereit halten!« Und sollte das derzeit nicht im eigenen Hause möglich sein, so »ist nicht der Ansatz zu verändern, sondern nur der Weg dorthin«.

Womit schon eines feststeht: Sollte das Museum zur Ausstellungseröffnung von INSPIRIERT! – Helmut Hahn im Dialog mit Max Ernst, Elisabeth Kadow und Otto Steinert am 28. Februar 2021 noch immer nicht öffnen dürfen, dann kommt die Ausstellung zum Publikum nach Hause – und zwar als Live-Stream mit der Kuratorin Romina Friedemann.

Diese hat sich in den vergangenen drei Jahren intensiv mit dem Werk des niederrheinischen Künstlers beschäftigt, die Stadien seiner Entwicklung und seiner Techniken nachvollzogen und sein Werk in einen fesselnden Dialog mit den vielen, ganz unterschiedlichen Lehrern gebracht, denen Helmut Hahn wegweisende Impulse verdankte. Sein Schaffen ist eine Entdeckung, die man sicherlich auch in direkten Augenschein wird nehmen können, da die Ausstellung bis zum 24. Mai 2021 zu sehen ist.

Im Sommer schlägt das Museum am Obertor unter der Überschrift »INTER NATIONES. Die Menschen im römischen Novaesium« ein weiteres Kapitel unserer heimischen Kulturgeschichte auf: Wer waren die Menschen, die in der römischen Garnison am Rhein lebten? Wo kamen sie her? Waren es nur die Legionäre, die das Leben von Novaesium prägten? Antworten auf diese Fragen findet das Publikum vom 27. Juni bis 3. Oktober 2021 in einer Ausstellung, die den römischen Life-Style aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet. Vielleicht kommt ja sogar der eine oder andere Mitarbeiter der UNESCO nach Neuss, bevor die Organisation im Sommer endgültig darüber befindet, ob der Niedergermanische Limes, an dem die Novaesianer Wacht hielten, Teil des Weltkulturerbes ist oder nicht: Eine Betrachtung der INTER NATIONES wird die Entscheidung zweifellos erleichtern.

Am 7. November 2021 betritt dann »LOÏE FULLER SUPERSTAR. Tänzerin aus Licht und Farbe« die Szene. Die einfallsreiche, wagemutige Künstlerin eroberte am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihrem Serpentinentanz zunächst Paris, bevor ihr ganz Europa zu Füßen lag. Ihre zukunftsweisenden Choreographien und technischen Innovationen im Bereich von Tanz, Licht- und Bühnendesign und des Films haben viele Maler, Bildhauer, Schriftsteller und Regisseure wie Auguste Rodin, Alexandre Dumas und Filippo Tommaso Marinetti beeinflusst und der Amerikanerin einen Platz unter den ersten Performancekünstlerinnen überhaupt gesichert.

Sehenswerte Ausstellung hat auch das Feld-Haus – Museum für Populäre Druckgraphik anzubieten: Die Dependance des Clemens Sels Museums im Kulturraum Hombroich verwandelt sich am 18. April durch die Videoinstallation der Kölner Künstlerin Frauke Dannert zu einer Art Kino, dessen urbane Szenen bis zum 5. September zum Verweilen einladen. Mit „Raffael & Co. - Populäre Druckgrafik nach alten Meistern aus der Sammlung Feld-Haus“ widmet sich dann die Herbstausstellung prominenten Bildmotiven aus der eigenen Sammlung und begibt sich auf Spurensuche nach den Meistern vergangener Jahrhunderte.

Dazu gibt es am Neusser Obertor Live-Streams, digitale Quiz- und Gewinnspiele und Kreativ-Workshops für Kinder (auch online!) sowie die kleinen, feinen Ausstellungen im Grafischen Kabinett. Und auch im Bereich der sozialen Medien wird jeder, der sich für Kunst interessiert, ein reiches Angebot finden. Am besten tragen Sie sich unter » clemens-sels-museum-neuss.de für den kostenfreien Newsletter des Clemens Sels Museums Neuss ein.

Die Ausgabe 02/2020 ist da!