Mord in besserer Gesellschaft – Josie Lloyd

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Manchmal beginnt ein Kriminalfall ganz unspektakulär; mitt einer Empfehlung, einem Lebenslauf und dem guten Gefühl, jemanden an den richtigen Platz vermittelt zu haben.
Genau davon lebt Alice Beeton. Sie führt in London eine kleine Agentur, die Hauspersonal an wohlhabende Familien vermittelt. Wer eine gute Haushälterin sucht – diskret, zuverlässig und möglichst perfekt – landet früher oder später bei ihr. Alice kennt ihre Kundschaft, kennt ihre Angestellten und ist überzeugt, ein gutes Gespür für Menschen zu haben.
Bis zu dem Tag, an dem eine von ihr vermittelte Haushälterin tot aufgefunden wird.
Plötzlich steht alles in einem anderen Licht. War Enya wirklich die Person, für die sie sich ausgegeben hat? Und wer hatte ein Motiv, ihr etwas anzutun? Während die Polizei zunächst zögert, lässt Alice der Fall nicht mehr los. Zu sehr fühlt sie sich verantwortlich und zu sehr passt die Geschichte nicht zusammen.
Was folgt, ist keine rasante Thrillerjagd, sondern eine Spurensuche mit viel britischem Charme. Alice bewegt sich durch elegante Londoner Häuser, durch Küchen, Salons und Gärten der sogenannten besseren Gesellschaft – und merkt schnell, dass hinter den gepflegten Fassaden nicht nur Porzellan und Silberbesteck stehen, sondern auch Geheimnisse.
Gerade das macht den Reiz dieses Romans aus. Josie Lloyd erzählt ihren Krimi mit einem feinen Gespür für Menschen und ihre Eigenheiten. Alice ist keine klassische Ermittlerin. Sie ist neugierig, klug, manchmal etwas impulsiv und vor allem jemand, der hinschaut –und zuhört.
Dabei entsteht eine Geschichte, die weniger von spektakulären Wendungen lebt als von Beobachtungen, Gesprächen und kleinen Details. Man begegnet einer Reihe von Figuren, die alle etwas zu verbergen haben könnten – Arbeitgeber, Kollegen, Freunde. Und mit jeder Seite wird klarer: Auch in der sogenannten besseren Gesellschaft ist nicht alles so makellos, wie es wirkt.
Der Ton des Romans bleibt dabei angenehm leicht. Humor blitzt immer wieder auf, ebenso wie kleine Alltagsmomente etwa, wenn Alice kocht oder mit ihrem Hund unterwegs ist. Diese Mischung aus Kriminalfall, Gesellschaftsbeobachtung und britischer Gelassenheit sorgt dafür, dass sich das Buch fast wie ein Besuch bei alten Bekannten anfühlt.
„Mord in besserer Gesellschaft“ ist deshalb kein düsterer Thriller, sondern ein klassischer Cosy Crime – mit Charme, Witz und einer Ermittlerin, die man gerne begleitet.
Fazit
Ein unterhaltsamer, atmosphärischer Krimi, der zeigt, dass auch hinter gepflegten Londoner Haustüren einiges im Verborgenen liegen kann. Wer Geschichten mag, in denen nicht nur der Mord zählt, sondern auch die Menschen drumherum, wird an diesem Roman viel Freude haben. (SoRa)
Über die Autorin
Aufgewachsen in Essex, hat Josie Lloyd in London Englisch und Theaterwissenschaften studiert. Sie wohnt in Brighton, ist Mutter von drei Töchtern und hat einen geliebten Hund namens Ziggy. Seit 25 Jahren schreibt sie Romane allein oder mit ihrem Ehemann Emlyn Rees. Zusammen haben sie u.a. sieben internationale Bestseller geschrieben, darunter Come Together, das in Großbritannien auf Platz 1 der Sunday Times-Bestsellerliste stand, in 27 Sprachen veröffentlicht und von Working Title verfilmt wurde.






























