Tödliche Eifelpfade

von Carla Capellmann

Cosy Crime mit Schmunzelfaktor. Privatdetektivin Ellen Engels ermittelt – Kriminalroman
Privatdetektivin Ellen Engels freut sich auf ein Abenteuerwochenende auf einem abgelegenen Hof in der Eifel – doch der Spaß endet tödlich: Die Veranstalterin der »Schmugglerspiele« wird mit einem Pfeil im Bauch gefunden. Im Kreis der Verdächtigen: Ellen, denn es ist ihr Pfeil, der in der Toten steckt. Ebenfalls verdächtig: der Partner der Toten, der früher Ellens große Liebe war. Um ihre – und seine – Unschuld zu beweisen, stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Aber bei Rollenspielen, alten Feindschaften und verschwundenen Lkw-Ladungen verschwimmen schnell die Grenzen zwischen Spiel und Ernst ....

 

Mein Fazit

Tödliche Eifelpfade ist, glaube ich, inzwischen das vierte Buch von Carla Capellmann, das ich gelesen habe – und auch diesmal hat sie mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Dieser Eifelkrimi hat mir richtig gut gefallen.

Im Mittelpunkt steht Privatdetektivin Ellen Engels, die zu einem Abenteuerwochenende in die Eifel reist und dort schneller, als ihr lieb sein kann, mitten in einem Mordfall landet. Allein dieser Ausgangspunkt hat für mich sofort funktioniert, weil er Spannung erzeugt, ohne bemüht zu wirken.

Was ich an Carla Capellmann inzwischen wirklich mag: Ihre Krimis sind lebendig, kurzweilig und machen einfach Spaß, ohne flach zu werden. Tödliche Eifelpfade ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Die Geschichte bleibt in Bewegung, nimmt Wendungen, mit denen ich zumindest so nicht gerechnet habe, und verliert dabei nie ihren Faden.

Besonders gut gefallen hat mir hier auch, dass der Roman zwar klar in der Eifel verankert ist, aber eben nicht in einen überbordenden Lokalkolorit kippt – was bei Regionalkrimis ja schnell passieren kann. Die Landschaft, die Schmugglerpfade, der abgelegene Hof, die Stimmung vor Ort – all das ist da und gibt dem Buch Atmosphäre, ohne sich ständig wichtig zu machen. Genau das fand ich sehr angenehm.

Dazu kommt, dass Ellen Engels eine Figur ist, mit der ich gern mitgehe. Sie wirkt wach, sympathisch und nahbar, ohne geschniegelt durch den Fall zu marschieren. Und genau das passt für mich auch zur Geschichte. Es gibt Spannung, Gefahr, alte Verbindungen, Verdächtigungen – aber eben auch dieses feine Augenzwinkern, das Carla Capellmanns Bücher für mich so lesenswert macht.

Mein Eindruck ist deshalb ganz klar: Tödliche Eifelpfade ist ein sehr gelungener Eifelkrimi – lebendig, unterhaltsam und atmosphärisch, ohne zu viel zu wollen. Für mich zeigt das Buch sehr schön, dass ein Regionalkrimi Spannung, Charme und Schauplatzgefühl verbinden kann, ohne sich im Regionalen zu verlieren. (SoRa)

Über die Autorin

Carla Capellmann wurde 1963 in Jülich geboren und lebt im Rheinland. Neben ihrer Arbeit als Informatikerin gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben. Bei Emons hat sie in der Reihe »Sehnsuchtsorte« bereits mehrere Kriminalromane sowie einen Liebesroman veröffentlicht.

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