Wie fühlt sich Freude für dich an? | Kolumne von Dia Zimmermann

Wie fühlt sich Freude für dich an? – Damit meine ich nicht dieses flüchtige Gefühl, welches sich nach dem Ergattern eines vermeintlichen Schnäppchens in Form eines edlen Oberteils einstellt. Auch nicht den Moment in dem du den neuesten Vertragsabschluss getätigt hast. Ich meine diese Art Freude, die einen ganz still werden lässt, die dich demütig dankbar immer wieder mal die Augen schließen lässt und es sich anfühlt, als würde das Herz überlaufen oder aus deiner Brust hüpfen. Kennst du so nicht? Dann die wichtigere Frage: Willst du derartige Gefühle kennen lernen und als Bestandteil deines Lebens erleben? Wie gelingt das?

 

Hielt sich in der Wissenschaft lange die These, Menschen würden aus der Vernunft heraus handeln, so weiss man heute: Es gibt keine Entscheidung, die nicht emotional ist. Somit liegt die wahre Macht zwar tatsächlich im Kopf, allerdings im Lymbischen System, im Teil unseres Gehirns, der für unsere Gefühle zuständig ist. Der Schlüssel zu tiefer Freude liegt, dem Psychologen H.G. Häusler nach, in der Erfüllung der drei Grundbedürfnisse des Menschen. Jede unserer Handlungen will im Grunde diese drei Bedürfnisse erfüllen. Sie sind wie Leitsterne, nach denen wir unsere Gefühle ausrichten und uns ggf. in Bewegung oder in die Starre bringen.

SICHERHEIT, STIMULANZ, DOMINANZ

Sicherheit meint sich geborgen fühlen und in gewissem Rahmen angstfrei leben zu können. Stimulanz: Du willst Neues, Inspiration, Veränderung, Abenteuer. Dominanz heißt hier nicht die Macht zur Unterdrückung anderer, sondern ein gewisses Maß an Selbstwirksamkeit: Ich tue etwas Bedeutsames, Sinnhaftes, ich kann Einfluss nehmen.

MOMENTE DER ANGST

In den vergangenen Monaten sind eben genau diese Grundbedürfnisse auf vielerlei Art und Weise eingeschränkt worden. Viel Unsicherheit um uns herum, gefühlte Bedrohung überall: In einem Gesicht ohne Maske, in einer Schlange beim Bäcker, am Griff des Einkaufswagens. Verordnungen, Beschränkungen, Auflagen mit denen wir leben sollen. Kulturangebote, Restaurantbesuche, Veranstaltungen und Feste wurden abgesagt. In solchen Momenten wird im Gehirn aus den Bereichen, in dem die situationsangemessene Handlungssteuerung stattfindet, viel Blut abgezogen und in die Extremitäten gepumpt. Jetzt ist  offensichtlich Kampf oder Flucht angesagt! Überspitzt und mit einem Zwinkern: Angst macht dumm.

Eine mögliche Lösung: Immer wieder zu dir selbst sagen „AUCH DAS GEHT WIEDER VORBEI“ und bewusst dabei atmen. Ruhe stärkt dich und dein Immunsystem, und schützt dich 24 Stunden lang und jede Minute. Ruhe hilft dir auch, wieder „selber zu denken und zu tun“. Dieses Wissen möge dir dabei helfen, ein freudvolles Leben zu leben, egal, was drumherum gerade los ist.

Was brauchst DU, liebe Leser*in, um in deine Freude zu kommen?

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Dia Zimmermann, Hypnosecoach & Mutmacherin und Coach für HSPler, wurde 1970 als waschechte Niederrheinerin geboren. Sie begleitet Menschen bundesweit online wie auch in ihrer Hypnosepraxis. Foto: Julia Bruns

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Dia Zimmermann
Hypnose & Coaching mit Essenz

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